| Neuer Gesetzentwurf zu Internetsperren |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Freitag, 24 April 2009 | |
Es sollen KiPo-Seiten gesperrt werden. Findet wohl jeder gut - aber das Prinzip, wie gesperrt wird geht nicht nur mir zu weit, zumal die Sperren von jedem halbwegs erfahrenen Internetnutzer durch ändern des verwendeten DNS-Servers umgangen werden können. Das BKA pflegt eine Liste, in der Domains aufgeführt sind, unter deren Inhalt fragwürdiges Material erreichbar ist. Diese Liste soll den Providern gegeben werden und die sollen dann den Datenfluss zu den gelisteten Seiten blocken. Da allerdings die Listen geheim bleiben sollen, könnte also jede beliebige Seite auf der Liste stehen und geblockt werden. So könnte das BKA regierungskritische Inhalte einfach aus dem Web ausblenden, in späterer Instanz wird dann wieder der Terrorismus in den Medien sein, und schwupp landen Seiten mit Bombenbauanleitungen etc. auf der Liste. Danach steigt die Zahl der Drogentoten und unbequeme Seiten die sich mit Drogen beschäftigen werden auch zensiert. Alles zum Wohle des Volkes. Beliebig weiterführbar.Links zu Seiten die auf der Liste stehen werden auf eine Seite mit einem Stopschild umgeleitet. Ob damit derartige Straftaten verhindert werden oder eben nur ein Stoppschild drüber ist, wird schwer nachvollziehbar sein. Auch ob wegen der Aktion ein Karl Perverso sich nicht mehr im Inet nach solchen Sachen guggt und so seine eigenen Kinder als Opfer nimmt wird kein Gericht oder Gutachten der Welt festlegen können Zugriffe auf solche Links sollen geloggt werden und zur Anzeige gebracht werden. Früher galt in einer Demokratie die Unschuldsvermutung (der Angeklagte ist unschuldig bis das gerichtliche Urteil gesprochen wurde), das wird hier ausser Acht gelassen. Da niemand die Liste einsehen kann, wird einem auch nicht mal der Grund genannt, weswegen man verknackt wurde. Immerhin gibt es Stimmen, die sich dagegen wehren: LINK Klickt mal hier: http://tinyurl.com/camxkj wer nach dem Link noch immer nicht kapiert um was es geht, dem ist nicht zu helfen. Nennt mich paranoid, aber ich sehe hier wie viele andere auch den Anfang der Ausheblung der Demokratie. Wenn schon Gesetzentwürfe offensichtlich gegen das Grundgesetz verstoßen und weil es ja gegen KiPos ist keiner sich was zu sagen traut. Dazu noch ein Zitat: Jean Claude Juncker erklaert Demokratie: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.” Bleibt zu hoffen, dass dieser Schund vom Karlsruher Verfassungsgericht gekippt wird und wir weiterhin in einer mehr oder weniger echten Demokratie leben können. Falls nicht muss ich den Traktor wieder fit machen. Ein Vertreter der Musikindustrie macht klar, wohin die Reise gehen könnte: Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie: „Der Vorstoß der Familienministerin zum Verbot von Kinderpornografie im Internet ist ein richtiges Signal. Es geht um gesellschaftlich gewünschte Regulierung im Internet, dazu gehört auch der Schutz des geistigen Eigentums.“ Anleitung zum Ändern des verwendeten DNS-Servers (inkl. Liste freier DNS): LINKUm einen alternativen DNS auch im Router einzutragen muss man dem DHCP-Server im Router sagen welchen DNS er "verteilen" soll. Hier ein Beispiel mit einem Linksys WRT54GL mit DD-WRT Betriebsystem: Routerinterface im Browser öffnen (im Normalfall http://192.168.1.1) . Dann bei den Basiseinstellungen die DNS-IPs eintragen. Ein Klick auf die Grafik zeigt wo die Einstellungen gemacht werden müssen. Siehe dazu auch die Links aus dem Heise.de-Forum:
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| Letzte Aktualisierung ( Samstag, 25 April 2009 ) |
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Es sollen KiPo-Seiten gesperrt werden. Findet wohl jeder gut - aber das Prinzip, wie gesperrt wird geht nicht nur mir zu weit, zumal die Sperren von jedem halbwegs erfahrenen Internetnutzer durch ändern des verwendeten DNS-Servers umgangen werden können. Das BKA pflegt eine Liste, in der Domains aufgeführt sind, unter deren Inhalt fragwürdiges Material erreichbar ist. Diese Liste soll den Providern gegeben werden und die sollen dann den Datenfluss zu den gelisteten Seiten blocken. Da allerdings die Listen geheim bleiben sollen, könnte also jede beliebige Seite auf der Liste stehen und geblockt werden. So könnte das BKA regierungskritische Inhalte einfach aus dem Web ausblenden, in späterer Instanz wird dann wieder der Terrorismus in den Medien sein, und schwupp landen Seiten mit Bombenbauanleitungen etc. auf der Liste. Danach steigt die Zahl der Drogentoten und unbequeme Seiten die sich mit Drogen beschäftigen werden auch zensiert. Alles zum Wohle des Volkes. Beliebig weiterführbar.




